Kammermusik in Borstel und Sülfeld e.V.

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ca. drei Wochen vor dem Konzert stellen wir die Konzertinformationen zur Verfügung

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Matineekonzert

mit dem

Ensemble Lunata

Hironaru Saito (Flöte, Piccolo, Kontrabassflöte)
Takako Ono (Klavier, Komposition)

am Sonntag, dem 12. Mai 2019

im Herrenhaus Borstel

Das Ensemble Lunata wurde von der Pianistin und Komponistin Takako Ono und dem Flötisten Hironaru Saito gegründet. Beide sind Preisträger verschiedener internationaler Wettbewerbe.
Das Duo lädt Sie in einzigartige Klangwelten ein, welche durch das Zusammenspiel des Klaviers mit allen Flötenarten (von der Piccolo bis zur Kontrabassflöte) erschaffen werden. Dabei erklingen Werke von Schubert, Poulenc, Chopin und Camille Saint-Saëns, sowie eigene Kompositionen und Bearbeitungen von Takako Ono.

Die japanischen Musiker des „Ensemble Lunata“ wurden in vielen Wettbewerben ausgezeichnet und überzeugen durch musikalische Gestaltungskraft, hohe Virtuosität und Klangreichtum.

Takako Ono (Klavier/Komposition) studierte Klavier an der TOHO-Musikhochschule (Tokyo) und an den Musikhochschulen Lübeck und Nürnberg, wo sie ihr Konzertexamen ablegte. In zahlreichen Klavierabenden in Japan und Deutschland, sowie in Auftritten als  Solistin mit der „Sinfonica di Pescara“ und den „Nürnberger Symphonikern“ bewies die Pianistin ihre musikalisch-künstlerische Begabung.  
Sie veröffentlichte zwei CDs: "Impression"  und "Trio1&2 ". Ihre Triokomposition "Haiku Suite"und"JIKU-Zeitachsen" für 2 Flöten und Klavier wurde vom Syrinx Verlag verlegt.
2015 erhielt sie von „Klassik Radio Deutschland“ den „Classix Award 2015“.

Hironaru Saito studierte an der Musashino Musikhochschule in Tokyo, sowie an der Hochschule für Musik Detmold und Nürnberg, wo er das Meisterklasse-Diplom (zusätzlich zum pädagogischen Diplomabschluss) mit Auszeichnung erhielt. Er leitetverschiedene Ensembleprojekte und Workshops zu Japanischer Musik. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit musiziert er in Bayern als Orchester- und Kammermusiker. Er wirkt beim Bayreuther Ostermusikfestival, Carl-Orff Musikfestival in St. Andechs und dem Mozartfest Würzburg mit. Er tritt unter anderem als Solist mit dem Ensemble „Les Musicien“ Luxemburg, dem Bamberger Kammerorchester, dem Collegium Musicum Hersbruck, der Kammerphilharmonie Dacapo München und dem Ensemble Pizzicato Würzburg auf.

Hironaru Saito ist Preisträger im Kammermusikwettbewerb des Mozartvereins, beim Musikpreis der Nürnberger Nachrichten für Holzbläser 2003 und dem. 1. Preis beim 12. Internationalen Flötenwettbewerb „Friedlich Kuhlau“ 2007.

Das Programm des Matineekonzerts:

Cécile Chaminade (1857-1944):

Concertino für Flöte und Klavier op.107


Francis Poulenc (1899-1963):

Sonate für Flöte und Klavier

  1. Allegro malinconico
  2. Cantilena
  3. Presto giocoso

Frédéric Chopin (1810-1849):

Fantasie Impromptu op.66


Camille Saint-Saëns (1835-1921):

aus Karneval der Tiere (für Flöte, Piccolo, Kontrabassflöte und Klavier)

in der Barbeitung von Takako Ono

Introduktion und königlicher Marsch des Löwen - Der Elefant - Das Aquarium- Fossilien- Der Schwan- Das Finale

--- PAUSE---


Takako Ono:  Drei Fantasien für Flöte und Klavier op.35

1.Wind, der auf der Wiese läuft 2.Fallende Schneeflocken 3.Schneeschmelze


Frédéric Chopin: Walzer op.64-1 Minutenwalzer


Franz Schubert (1797-1828):

Variation für Flöte und Klavier über "Trockene Blumen" D802


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Cécile Chaminade (geb. Paris, 8 August 1857 – gest. Monte Carlo, 13. April 1944) ist durch ihre Komposition für Flöte und Klavier op.107 am besten in Erinnerung geblieben. Im Frühjahr des Jahres1902 – 44 Jahre alt und auf der Höhe ihres Ruhms angelangt – beauftragte Théodore Dubois, der Direktor des Pariser Conservatoire, die Komponistin, ein Stück für den jährlichen Flötenwettbewerb seiner Institution zu schreiben. Es handelte sich hierbei um einen bedeutenden Wettbewerb der berühmtesten Flötenschule der Welt. Jedes Jahr wurde von den Organisatoren ein angesehener Komponist gebeten, ein neues Werk für das Instrument zu komponieren. Chaminade konnte nicht voraussehen, dass ihr Beitrag das bedeutendste Aushängeschild ihres kompositorischen Schaffens werden sollte.

Ihre ersten Kompositionsversuche datieren bereits aus der frühen Kindheit, und im Alter von 8 Jahren spielte sie Georges Bizet, der von ihrem Talent sehr beeindruckt war, eigene Werke vor. Im Alter von 18 Jahren gab sie ihr erstes Konzert, am 3. Mai 1877 debütierte sie in der Salle Plevel als Pianistin in einem Klaviertrio von Charles-Marie Widor. Ab dieser Zeit erlangte ihr kompositorisches Werk zunehmende Beliebtheit. Sie schrieb hauptsächlich Charakterstücke für Klavier und Salonlieder, die zumeist auch veröffentlicht wurden. 1882 wurde ihre einaktige komische Oper La Sévillane op. 10 uraufgeführt.

Konzertreisen führten sie nach Griechenland, in die Türkei, nach Kanada und 1908 in die USA, wo ihr zahlreiche Bewunderer einen warmherzigen Empfang bereiteten. Ihre Kompositionen waren bei den amerikanischen Zuhörern äußerst erfolgreich.

In den letzten beiden Jahrzehnten ist deutlich geworden, welchen Wert ihre Kompositionen haben, und eine regelrechte Chaminade-Renaissance setzte ein.

Francis Jean Marcel Poulenc (1899 Paris – 1963 Paris) war ein französischer Pianist und Komponist. Seine Mutter brachte ihm das Klavierspielen bei. Musik war fester Bestandteil des Familienlebens.

Von Igor Stravinsky und Maurice Chevallier beeinflusst stieß Poulenc nach dem Ersten Weltkrieg zu einer Gruppe junger Komponisten um Erik Satie und den Schriftsteller Jean Cocteau, genannt Les Six, deren Mitglieder den Impressionismus zugunsten einer größeren Einfachheit und Klarheit ablehnten.

Außer diesen Opern schrieb Poulenc je ein Konzert für Orgel, Cembalo, Klavier und zwei Klaviere, weiterhin Messen sowie zahlreiche kammermusikalische Werke. Dabei bediente er sich immer wieder bei den Vorbildern Mozart und Saint-Saëns. Seit 1995 werden seine Werke mit dem Francis Poulenc Werkverzeichnis (FP) gesammelt.

Francis Poulenc starb am 30. Januar 1963 in Paris an Herzversagen. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris.

Franz Schubert: Introduktion und Variationen über "Trockne Blumen" aus Die schöne Müllerin, D 802

Franz Schuberts einziges Werk für die Flöte gibt der Forschung einige Rätsel auf. Es handelt sich um Introduktion und Variationen über das Lied „Trockne Blumen“ aus der „Schönen Müllerin“. Die Originalhandschrift, die sich heute in der Wiener Stadtbibliothek befindet, trägt den Titel „Variations pour le Pianoforte et Flûte“ und die eigenhändige Datierung Januar 1824. Nicht zufällig ist das Klavier hier an erster Stelle genannt: Der Klavierpart ist ebenso schwer wie die virtuose Flötenstimme.

Wie dem auch sei: Insgesamt kann man die Variationen als intimen Dialog zwischen zwei bedeutenden Wiener Musikern jener Epoche lesen: Anna Fröhlich und Ferdinand Bogner, die Schubertbegeisterte Pianistin und der renommierte Flötist, beide Professoren am Wiener Konservatorium. Entscheidend zum Verständnis des Ganzen ist der Text des Liedes, weil er auch den musikalischen Aufbau des Themas bestimmt.

Als Bravourvariation fürs Klavier besteht die Variation Nr. 4 aus lauter rauschenden Akkordbrechungen der rechten Hand über dem Thema im Bass. Der hohe Flötenschluss dieser Variation bereitet den Boden für die berühmte fünfte Variation mit ihren Bravourkunststücken der Flöte. Auf der Mehrklappenflöte des 19. Jahrhunderts waren sie noch schwerer zu realisieren als auf der modernen Böhmflöte. Musikalisch anspruchsvoller ist dann wieder die sechste Variation, ein gespenstisches Scherzo in cis-Moll, fast durchweg Pianissimo gehalten und kontrapunktisch auf die Stimmen verteilt. Am Ende öffnet sich diese Variation zum Finale hin, denn die siebte Variation ist zum Allegro-Finale ausgebaut, ein opernhafter Marsch, der gleich in E-Dur einsetzt und von rasenden Läufen in beiden Instrumenten gekrönt wird.


(Quellen: Kammermusikführer Villa Musica ,Wikipedia)




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(Textzusammenstellung: Hans Jürgen Thomsen,  E-Mail: kammermusik-borstel@web.de)